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Die
Uhrenstube Aschau |
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Die Turmuhren und Bratenwender der Uhrenstube
Aschau sind ein Teil der Uhrensammlung Ing. Wolfgang Komzak, der 1963
mit dem Sammeln von antiken Uhren begann. Die Sammlung besteht aus Wand-
und Konsoluhren, Boden-standuhren, Uhren mit Musikspielwerken und auch
anderen Uhren des 15. - 19. Jahrhunderts, den Stilperioden der Gotik und
Renaissance, des Barock und des frühen Industrie-zeitalters.
1973 wurde die erste Turmuhr
erworben, ein Werk aus Oberösterreich, das Anfang des 18. Jahrhunderts
entstand. 1983 kam der erste Bratenwender (Gerät zum Drehen von Bratspießen)
dazu. Seit damals verlagert sich der thematische Schwerpunkt der Sammlung
immer mehr auf Turmuhren und Bratenwender
2002 gelangte die Sammlung
von Wand- und Turmuhren des Veterinärs Dr. Julius Brachetka
durch Schenkung in die Sammlung Komzak, darunter ein Prunkstück,
die Turmuhr der Kirche von Nickelsdorf im Burgenland. Diese Sammlung nimmt
nunmehr in der Uhrenstube Aschau als "Sammlung
Dr. Julius Brachetka" einen eigenen Platz ein. Dr. Brachetka,
ein kreativer, vielseitiger Schöngeist, Träger des goldenen
Ehrenzeichens der Republik Österreich und anderer hoher Auszeichnungen,
war nach Ende des 2. Weltkrieges der erste Direktor des Tiergartens Schönbrunn.
Er gilt als dessen Retter, da er die Menagerie, die damals ebenso wie
Wien in Schutt und Asche lag, in dieser schweren Zeit wieder aufbaute.
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So kann
man heute in der Uhrenstube Aschau
42 Turmuhren und 16 Bratenwender sehen. Auch hier liegt der Schwerpunkt
der Sammlung auf frühen geschmiedeten Turmuhren der Gotik und Renaissance
und solchen mit Holzräderwerk. Die ältesten Werke des Museums
wurden noch in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts hergestellt und
stammen großteils aus Österreich, bzw. dem Kulturkreis der
ehemaligen k.u.k. Monarchie. Künftig soll die Sammlung auch Turmuhren
des Dreiländereckes Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark
erfassen.
Ein wesentliches Merkmal
der Sammlung besteht darin, daß in erster Linie das Werk der Uhr,
das dieser erst Leben verleiht, in seiner technischen, handwerklichen
und gestaltenden Vielfalt gezeigt wird. Ziel der Restaurierung und Instand-setzung
der Uhren ist neben deren Funktionsfähigkeit, die weitgehende Erhaltung
des Originalzustandes und, soweit sinnvoll, auch die Patina. Daher werden
viele Uhren in dem Zustand gezeigt, in dem sie erworben wurden.
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2003 wurde
diese Sammlung in einem kleinen Museum, der Uhrenstube
Aschau untergebracht und im September der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Neben den Räumen für die Turmuhren und Bratenwender ist
auch ein kleiner Raum für Sonderausstellungen vorgesehen. In den Schauräumen
erklären Texttafeln Geschichte, Handwerk und Technik der Entwicklung
der Uhren und Turmuhren anhand der ausgestellten Exemplare.
Die Uhrenstube besitzt auch
eine umfangreiche Fachbiblio-thek mit Werken des 18. und 19. Jahrhunderts
bis zu den jüngsten Ausgaben. Ein Archiv mit Dokumentationen, Archi-valien,
Grafiken und einer Sammlung verschiedener Daten steht nach Vereinbarung
Interessierten und Studierenden zur Einsicht zur Verfügung. |
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Bauernhaus  Nr. 49 |
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Die Uhrenstube
Aschau mit seinem Museum für Turmuhren und Bratenwender ist
heute das einzige dieser Art in Österreich. Träger des Museums
ist der "Verein der Freunde der Uhrenstube
Aschau im Burgenland". Der Verein ist gemeinnützig und
nicht auf Gewinn ausgerichtet. Ziele des Vereines sind neben der Sammlung
von Turmuhren, deren Instandsetzung und Präsentation noch weitere
Aktivitäten, wie Kurse und Workhops über Handwerk und
Technik der traditionellen Uhrmacher. Da es auf dem Gebiet früher
Turmuhren kaum Fachliteratur, oder nur wenige Publikationen gibt, ist
auch die Forschung, bzw. die Dokumentation von Turmuhren,
oder die Sammlung historischer Quellen und deren wissenschaftliche Bearbeitung,
Teil der Museumsarbeit. Durch Publikation dieser Forschungsergebnisse,
auch in Form von Vorträgen, Seminaren und Exkursionen wird diese
Arbeit einem breiteren Publikum näher gebracht.
Ein besonderes Erlebnis
ist der Besuch des Bauernhauses Aschau Nr. 49, dessen Dach noch mit Stroh
gedeckt ist und das unter Denkmalschutz steht. Hier steht der große
Bauerntisch in der Vorderstube als Symbol des Freundes-kreises. Die original
erhaltenen historischen Räume, die auch bewohnt werden, bilden gemeinsam
mit den archaischen Turmuhrwerken des Museums eine sehenswerte Einheit.
Würden Sie
gerne mitmachen?
Dann heißen wir Sie als Mitglied in unserem Freundeskreis herzlich
willkommen. Der "Verein der Freunde der Uhrenstube
Aschau im Burgenland" lebt vor allem von Förderungen
und Unterstützung und ist daher jederzeit für Ihre Hilfe durch
Spenden, einen Förderbetrag, oder auch für Ihre tätige
Mithilfe dankbar.
Herzlichen Dank
für Ihre Hilfe.
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